Bisherige Ausstellungen

11. Mai – 31. Oktober 2012, Bezirkskrankenhaus Kufstein
13. April - 30. April 2010, Stadtbibliothek Herrenberg
12. Oktober - 11. November 2009, Städtisches Klinikum Solingen
06. Oktober - 03. November 2008, Zentralklinikum der Universitätsklinik Lübeck
21. Juni - 25. Juli 2008, Techniker Krankenkasse in Hamburg
16. Mai - 19. Juni 2008, Hühnerposten in Hamburg
10. November - 28. November 2007, Zollernhof in Berlin

Weitere Ausstellungen sind in Planung.

Einführung von Dr. Thomas Werner

Die Mitarbeiter bei GlaxoSmithKline stellen sich tagtäglich mit leidenschaftlichem Einsatz in den Dienst von Patienten. Aber wer sind diese Patienten, wer sind die Menschen, für die wir arbeiten? Welche Ängste tauchten auf, als eine Diagnose gestellt wurde? Was waren die Hoffnungen und Wünsche? Und wie leben diese Menschen heute? Das sind die Fragen, die uns interessiert haben. Sie gaben den Anstoß zu dieser Initiative.

Wir haben uns auf den Weg gemacht, um Antworten zu finden. Wir sind Sorgen, Ängsten und Verzweiflung begegnet, aber auch Zuversicht und Dankbarkeit. Wir lernten Menschen kennen, die uns offen vom Umgang mit ihrer Krankheit erzählten und einen Einblick in ihr Leben gewährten. So war der Titel schnell geboren: „Lebensbilder“.
 
Zustand gestern und Stimmung heute – jeder Gesprächspartner entwickelte Motive, in denen sich Erleben und Gefühle zu Krankheit und Gesundheit widerspiegeln. Diese individuellen Empfindungen hat Götz Schwan einfühlsam in eine Reihe von jeweils drei Fotografien übersetzt und dokumentiert.

Als forschendes Arzneimittelunternehmen tragen wir dazu bei, Leiden zu lindern und Leben zu erhalten. Und es erfüllt uns mit Stolz, wenn es mit einer wirksamen Therapie oder Impfung gelingt, Menschen eine neue Perspektive auf das Leben zu geben. Bei unserem Fotografieprojekt soll die jeweilige Geschichte eines Individuums, nicht unsere Forschungsleistung, im Mittelpunkt stehen.

Mich haben diese Bilder sehr berührt. Die Kraft, der Mut und der Lebenswille, die aus ihnen sprechen, vermögen Menschen zu inspirieren, die sich in einer ähnlichen Situation befinden. Diese Tatsache war auch für die Betroffenen ein Beweggrund, an unserer Initiative teilzunehmen. Wir freuen uns sehr, einem breiteren Publikum jetzt die Bilder zu zeigen, die ursprünglich nur intern ausgestellt werden sollten.

Mit der Ausstellung sowie Publikation der „Lebensbilder“ möchten wir einen Impuls für einen öffentlichen Dialog geben. Um gemeinsam Antworten auf die Fragen nach einer Gesundheitsversorgung zu finden, die zuallererst die Interessen der Patienten berücksichtigt.
 
Auf www.lebensbilder.de freuen wir uns auf Ihre engagierte Beteiligung.
 
Dr. Thomas Werner
Geschäftsführung bis 12/2008
GlaxoSmithKline


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Rede von Bischof Dr. Huber

- Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland -
anlässlich der Ausstellungseröffnung Lebensbilder in Berlin am 12. November 2007



"Krankheit ist ein Ernstfall der menschlichen Würde ..." pdf Download   Rede_Bischof_Huber.pdf (35KB)

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Vorwort von Wolfgang Behnken

Krankheit. Die damit verbundenen Leiden bleiben anonym und spielen in der veröffentlichten Bilderwelt praktisch keine Rolle. Zuviel Realismus könnte uns in unserem Wohlbefinden stören.

Unser mediales Selbstbild strotzt vor Vitalität, Lebensfreude und dem Glauben an der Unverwundbarkeit unseres Körpers. Gesundheit und Fitness sind ein hohes und begehrtes Gut in der Gesellschaft und Eintrittskarte zum Kampf um Glück, Macht, Anerkennung und Einfluss.

Krankheit hingegen ist Schwäche und hat kein Gesicht. Das ändert sich schlagartig, wenn wir in das Antlitz eines geliebten Menschen schauen, den das Schicksal auf das Krankenbett gezwungen hat - oder wenn wir selber krank werden. Wir müssen auf einmal schmerzhaft lernen, dass Schwäche ein Teil unserer menschlichen Existenz ist.

Auch für die Mitarbeiter der Pharmaindustrie hat der Patient kein Gesicht. Er ist ein Symptom, eine Diagnose, das unbekannte Wesen. GlaxoSmithKline und Götz Schwan gebührt der Verdienst, dass sie den Krankheiten ein Gesicht gegeben haben.

Asthma ist nicht länger nur eine Erkrankung der Atemwege, sondern das Gesicht und das Schicksal von Janine Schmechel, die nicht mehr panische Angst haben muss zu ersticken. Die heute unbeschwert ihrem Hobby „Jogging“ frönen kann.

Leukämie ist das Gesicht von Alissa, die mit vier Jahren ihre Eltern mit dem Hilferuf „Papa, meine Beine tragen mich bald nicht mehr“ in tiefe Unruhe versetzte. Die Diagnose Leukämie hing wie ein Damoklesschwert über der Familie. Heute kann Alissa das unbeschwerte Leben eines heranwachsenden Mädchens führen.

Es muss ein gutes Gefühl für die GSK-Mitarbeiter sein, wenn sie sehen, wofür sie arbeiten. Und sie dürfen auch stolz sein, wenn die Therapie dazu verhilft, ein schmerzfreies, selbst bestimmtes Leben zu führen.

Obwohl die Bilder schweres Leid zum Thema haben, ist es Götz Schwan gelungen, Lebensbilder zu schaffen, die Mut machen. Bilder, die gekonnt auf dem schmalen Grat zwischen Kitsch und falscher Betroffenheit auf der einen und echter Anteilnahme auf der anderen Seite balancieren, die niemals in die Abgründe falscher Metaphern abstürzen. Bilder, die in der Form eines Triptychons einfühlsam und unprätentiös die Geschichten von Menschen erzählen. Geschichten, die uns Mut machen und die unsere Angst lindern, sollten auch wir eines Tages mit einer unangenehmen Diagnose konfrontiert werden.

Fazit: GSK hatte eine gute Idee und Götz Schwan hat daraus einen sehr guten Job gemacht.

Wolfgang Behnken
Art Director, Funk und Behnken
Hamburg, November 2007


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Danksagung von Götz Schwan

Götz Schwan

Die „Lebensbilder“ beschäftigen mich nunmehr über ein Jahr und führten mich an die entlegensten Orte Deutschlands. Ich habe dabei Menschen kennen gelernt und Schicksale erfahren, die mein Leben sehr bereichert haben. Dafür möchte ich mich bei all den Menschen bedanken, die ich fotografieren durfte, die mir vertraut haben und mich so nahe an sich herankommen ließen.

Die Bildgeschichten sollten ursprünglich „nur“ in einer permanenten, internen Ausstellung den Mitarbeitern von GSK gezeigt werden und ihnen erzählen, wer die Menschen sind, für die sie tagtäglich arbeiten. Dann begegneten wir den packenden und aufwühlenden Geschichten hinter den Krankheiten.

Durch die Initiative von Herrn Dr. Thomas Werner habe ich nun die Möglichkeit, diese Geschichten auch einer breiten Öffentlichkeit zeigen zu können. Ich freu mich sehr darüber und bedanke mich bei der Geschäftsleitung von GlaxoSmithKline, insbesondere bei Claudia Kubacki, für ihr Vertrauen und ihre Unterstützung. Dank auch an meinen Assistenten Nils Muhl und das Team von officethirtysix für die kreative und konstruktive Zusammenarbeit.

Götz Schwan


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Vita von Götz Schwan

Götz Schwan. Jahrgang 1960, beginnt seine Karriere als Assistent von Volker Krieger und Reinhart Wolf. Er macht sich einen Namen durch Fotostrecken, u. a. für den Stern, für die MAX oder den ROLLING STONE, fotografiert internationale Werbekampagnen. Heute sind Fotoreportagen über und mit authentischen Menschen „von der Straße“ seine Lieblingsthemen, einzigartig ist seine meisterhaft inszenierte Porträtfotografie. Götz Schwan lebt mit seiner Frau und seinen vier Kindern auf dem Land in Schleswig-Holstein.


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