Bisherige Ausstellungen

11. Mai – 31. Oktober 2012, Bezirkskrankenhaus Kufstein
13. April - 30. April 2010, Stadtbibliothek Herrenberg
12. Oktober - 11. November 2009, Städtisches Klinikum Solingen
06. Oktober - 03. November 2008, Zentralklinikum der Universitätsklinik Lübeck
21. Juni - 25. Juli 2008, Techniker Krankenkasse in Hamburg
16. Mai - 19. Juni 2008, Hühnerposten in Hamburg
10. November - 28. November 2007, Zollernhof in Berlin

Weitere Ausstellungen sind in Planung.

Einführung

Jeder, der sich die fotografischen Kunstwerke auf diesen Seiten ansieht, wird sehr schnell feststellen: In jedem Krankheitsbild steckt auch ein Lebensbild. Als Patienten bekommen wir eine Diagnose, aber wir sind nicht die Diagnose – sondern wir sind Menschen mit Ängsten, Hoffnungen, Wünschen. Eine bestimmte Diagnose mag tausend- oder millionenfach gestellt werden. Aber jeder Mensch geht anders damit um: Die eine schreit vielleicht ihren Zorn hinaus, der andere zieht sich zurück, der dritte schiebt die Krankheit vielleicht so gut es geht weg und beschäftigt sich lieber mit schöneren Dingen.

Die „Lebensbilder“ haben nicht zufällig die Form eines Tryptichons: Das linke Bild spiegelt das „Gestern“ wieder, das Gefühl bei der Diagnose. Rechts geht es um das „Heute“, um das Leben mit oder nach der Krankheit. Und in der Mitte steht der Mensch, steht das individuelle Porträt. Eines haben vielleicht alle Bilder gemeinsam: Aus ihnen sprechen nicht nur die Sorgen und Ängste, die uns bei einer ernsten Krankheitsdiagnose oft überkommen, sondern auch Mut und Kraft und Lebenswille.

Die hier gezeigten Bilder sind bereits seit 2007 in großen und kleinen Städten ausgestellt worden – im Zollernhof in Berlin, bei der Techniker Krankenkasse in Hamburg, in der Bibliothek des schwäbischen Städtchens Herrenberg, in Krankenhäusern in Lübeck, Solingen und Kufstein. Wir von GSK haben in dieser Zeit neue Medikamente und Impfstoffe entwickelt, die dazu beitragen, Leiden zu lindern und Menschen neue Lebensperspektiven zu geben. Unsere Anstrengungen in dieser Hinsicht sind ebenso zeitlos wie die Fotokunstwerke von Götz Schwan.

Die Lebensbilder-Ausstellung war ursprünglich als internes Projekt für die GSK-Mitarbeiter gedacht. Und tatsächlich hat sie vielen von uns bei GSK dabei geholfen, den Bezug zu den Patienten zu stärken und uns daran zu erinnern, für wen wir arbeiten. Zugleich stellten wir fest, dass die „Lebensbilder“ einen noch viel größeren gesellschaftlichen Impuls setzen können. Einen Impuls, der uns alle daran erinnert, wie leicht jeder Mensch zum Patienten werden kann – und wie wichtig es ist, dass wir als Patienten Zugang zu den besten und wirksamsten Therapien, Impfungen und Behandlungen haben.


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Rede von Bischof Dr. Huber

- Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland -
anlässlich der Ausstellungseröffnung Lebensbilder in Berlin am 12. November 2007



"Krankheit ist ein Ernstfall der menschlichen Würde ..." pdf Download   Rede_Bischof_Huber.pdf (35KB)

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Vorwort von Wolfgang Behnken

Krankheit. Die damit verbundenen Leiden bleiben anonym und spielen in der veröffentlichten Bilderwelt praktisch keine Rolle. Zuviel Realismus könnte uns in unserem Wohlbefinden stören.

Unser mediales Selbstbild strotzt vor Vitalität, Lebensfreude und dem Glauben an der Unverwundbarkeit unseres Körpers. Gesundheit und Fitness sind ein hohes und begehrtes Gut in der Gesellschaft und Eintrittskarte zum Kampf um Glück, Macht, Anerkennung und Einfluss.

Krankheit hingegen ist Schwäche und hat kein Gesicht. Das ändert sich schlagartig, wenn wir in das Antlitz eines geliebten Menschen schauen, den das Schicksal auf das Krankenbett gezwungen hat - oder wenn wir selber krank werden. Wir müssen auf einmal schmerzhaft lernen, dass Schwäche ein Teil unserer menschlichen Existenz ist.

Auch für die Mitarbeiter der Pharmaindustrie hat der Patient kein Gesicht. Er ist ein Symptom, eine Diagnose, das unbekannte Wesen. GlaxoSmithKline und Götz Schwan gebührt der Verdienst, dass sie den Krankheiten ein Gesicht gegeben haben.

Asthma ist nicht länger nur eine Erkrankung der Atemwege, sondern das Gesicht und das Schicksal von Janine Schmechel, die nicht mehr panische Angst haben muss zu ersticken. Die heute unbeschwert ihrem Hobby „Jogging“ frönen kann.

Leukämie ist das Gesicht von Alissa, die mit vier Jahren ihre Eltern mit dem Hilferuf „Papa, meine Beine tragen mich bald nicht mehr“ in tiefe Unruhe versetzte. Die Diagnose Leukämie hing wie ein Damoklesschwert über der Familie. Heute kann Alissa das unbeschwerte Leben eines heranwachsenden Mädchens führen.

Es muss ein gutes Gefühl für die GSK-Mitarbeiter sein, wenn sie sehen, wofür sie arbeiten. Und sie dürfen auch stolz sein, wenn die Therapie dazu verhilft, ein schmerzfreies, selbst bestimmtes Leben zu führen.

Obwohl die Bilder schweres Leid zum Thema haben, ist es Götz Schwan gelungen, Lebensbilder zu schaffen, die Mut machen. Bilder, die gekonnt auf dem schmalen Grat zwischen Kitsch und falscher Betroffenheit auf der einen und echter Anteilnahme auf der anderen Seite balancieren, die niemals in die Abgründe falscher Metaphern abstürzen. Bilder, die in der Form eines Triptychons einfühlsam und unprätentiös die Geschichten von Menschen erzählen. Geschichten, die uns Mut machen und die unsere Angst lindern, sollten auch wir eines Tages mit einer unangenehmen Diagnose konfrontiert werden.

Fazit: GSK hatte eine gute Idee und Götz Schwan hat daraus einen sehr guten Job gemacht.

Wolfgang Behnken
Art Director, Funk und Behnken
Hamburg, November 2007


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Danksagung von Götz Schwan

Götz Schwan

Die „Lebensbilder“ beschäftigen mich nunmehr über ein Jahr und führten mich an die entlegensten Orte Deutschlands. Ich habe dabei Menschen kennen gelernt und Schicksale erfahren, die mein Leben sehr bereichert haben. Dafür möchte ich mich bei all den Menschen bedanken, die ich fotografieren durfte, die mir vertraut haben und mich so nahe an sich herankommen ließen.

Die Bildgeschichten sollten ursprünglich „nur“ in einer permanenten, internen Ausstellung den Mitarbeitern von GSK gezeigt werden und ihnen erzählen, wer die Menschen sind, für die sie tagtäglich arbeiten. Dann begegneten wir den packenden und aufwühlenden Geschichten hinter den Krankheiten.

Durch die Initiative von Herrn Dr. Thomas Werner habe ich nun die Möglichkeit, diese Geschichten auch einer breiten Öffentlichkeit zeigen zu können. Ich freu mich sehr darüber und bedanke mich bei der Geschäftsleitung von GlaxoSmithKline, insbesondere bei Claudia Kubacki, für ihr Vertrauen und ihre Unterstützung. Dank auch an meinen Assistenten Nils Muhl und das Team von officethirtysix für die kreative und konstruktive Zusammenarbeit.

Götz Schwan


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Vita von Götz Schwan

Götz Schwan. Jahrgang 1960, beginnt seine Karriere als Assistent von Volker Krieger und Reinhart Wolf. Er macht sich einen Namen durch Fotostrecken, u. a. für den Stern, für die MAX oder den ROLLING STONE, fotografiert internationale Werbekampagnen. Heute sind Fotoreportagen über und mit authentischen Menschen „von der Straße“ seine Lieblingsthemen, einzigartig ist seine meisterhaft inszenierte Porträtfotografie. Götz Schwan lebt mit seiner Frau und seinen vier Kindern auf dem Land in Schleswig-Holstein.


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